Der Bau des Stupas

Nordfriesland ging in eine neue Phase: wir bauten einen Stupa. Noch Jahre vorher war Ole sehr verhalten, ein Mahakalaraum schien zunächst mehr als genug. Nachdem wir aber 2002 erneut fragten, war die Antwort „macht!“.

Zunächst kam Lama Kalzang überraschend schnell im Mai 2003. Er segnete den Platz und füllte die Schatzvasen für das Fundament. Wir widmeten den Stupa unseren Lehrern Hannah und Ole Nydahl. Lama Ole entschied, wir sollten einen Gomang (Weisheits-) Stupa bauen.

Dann mussten wir einen anderen Lama für die weitere Betreuung finden. Auch der Architekt hatte sich inzwischen neuen Aufgaben zugewandt. Der Tod unseres grossen Lehrers Lopön Chechoo Rinpoche im Frühjahr und ein schwerer Unfall von Lama Ole führte zu einer Verzögerung. Wir nutzten aber die Zeit um Kontakte zu Zentren aufzubauen. Regelmässige Rundbriefe und ein Vertiefen in die Details eines Stupa waren Aufgabe genug. Anfang 2004 wendet sich das Blatt: unser alter Freund Lama Chogdrup Dorje übernahm die spirituelle Leitung des Projektes. Der Architekt Wojtek Kossowski überlässt uns offiziell seine Pläne. Er hatte 1998 schon einen gleichen, aber grösseren Stupa in Graz gebaut. Es gibt also Pläne, sie müssen aber überarbeitet werden. Vor allem, weil wir nicht mit Granit sondern Ziegel bauen wollen. So haben wir wesentlich mehr Verantwortung, können aber viel Geld sparen und vertiefen dabei das Verständnis von unserem Stupa ganz wesentlich. In beglückender Weise breitet sich ein Netzwerk von Freunden und Helfern aus, so dass wir im Februar 2005 das Fundament im Schneetreiben füllen.

In drei Abschnitten gebaut und gefüllt, mit unzähligen Helfern und 120 Gästen bei strahlendem Juniwetter zur Einweihung steht jetzt auch in Nordfriesland ein Stupa!

Im März 2006 kommen Hannah und Ole und weihen ihn ein zweites Mal ein. Wir erleben drei Jahreszeiten in einer halben Stunde – der Segen beginnt zu donnern.

Es war eine satte und volle Zeit. Danke an alle, die dabei waren, im Herzen und direkt, danke an Lama Chogdrup Dorje für seine geduldige Führung, danke an Benjamin für seine handwerkliche Leistung und danke allen, die im Stillen für gefüllte Teekannen und gefüllte Kochtöpfe gesorgt haben.

 

 

 
     
     
 
 
 
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